Panama, Weihnachten und Weltjugendtag

Wie Weihnachten in Panama gefeiert wird, weiß ich nicht. Wenn man googlet, dann bemerkt man, wie sehr die Nähe zu den USA wohl die Bräuche in Panama prägt. Obwohl es zu Weihnachten sommerliche Temperaturen um die 30° Celsius hat, kaufen so manche Panamaer sich einen Weihnachtsbaum, natürlich aus Plastik. Den Santa Claus gibt es wohl auch und selbstverständlich wird an Heilig Abend bei vielen Familien in Panama Truthahn verspeist. Am 25. gehen dann viele Panamaer an den Strand. Soweit die Infos aus dem Internet.

Beim Weltjugendtag in Panama wird Weihnachten schon ein paar Wochen vorbei sein und wir können nicht mehr nachkontrollieren, ob die Informationen auch stimmen. Trotzdem wird Weihnachten beim Weltjugendtag allgegenwärtig sein. Denn das Motto des Weltjugendtages ist adventlich-weihnachtlich. „He aquí la esclava del Señor, hágase en mí según tu palabra»”. Auf deutsch: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“ Das Motto des Weltjugendtages sind die Worte Mariens, die sie dem Erzengel Gabriel antwortet, als er ihr eröffnet, dass sie den Messias zur Welt bringen wird. Es sind Worte, die den großen Glauben Mariens zeigen, die ihr großartiges Vertrauen in den Willen Gottes beweisen. Aber es sind auch Worte, die wir für unser Leben übernehmen können. Es sind Worte eines Glaubens, der im Leben stattfindet. Das unterstreicht auch Papst Franziskus. Maria „bleibt nicht verschlossen daheim, denn sie ist keine Sofa-Jugendliche, die versucht, bequem und sicher zu leben, ohne dass ihr jemand auf die Nerven fällt. Sie ist bewegt von ihrem Glauben“. Und der Heilige Vater ruft uns auf: „Wie die junge Frau von Nazareth so könnt auch ihr die Welt verbessern, um eine Spur zu hinterlassen, die die Geschichte verändert, eure und die vieler anderer. Die Kirche und die Gesellschaft brauchen euch. Mit eurer Herangehensweise, mit eurem Mut, mit euren Träumen und Idealen stürzen die Mauern des Unbewegtseins ein und es öffnen sich Straßen, die uns zu einer besseren Welt bringen, die gerechter, weniger grausam und menschlicher ist.“

Ich glaube, das geht ganz besonders ein Weihnachten. Denn die Botschaft von Weihnachten ist doch ganz einfach: Gott geht auf uns Menschen zu. Er überwindet alles, was uns von ihm trennt und wird einer von uns, um uns seinen Frieden zu schenken. An Weihnachten könnt auch ihr diesen Schritt wagen. Diesen Schritt auf den anderen zu, um Streit und Trennung zu überwinden, damit Friede entsteht und die Welt besser wird. Sucht euch einen Menschen aus, mit dem ihr vielleicht Streit hattet, und wagt diesen Schritt auf ihn zu. Dann so glaube ich, seid ihr auf Mariens Spuren und könnt sagen: mir geschehe, wie du es gesagt hast.

Dann feiern wir Weihnachten so, wie es sich Gott von uns wünscht. Denn mal ganz ehrlich: es ist doch mindestens zweitrangig, was es an Weihnachten zu essen gibt, ob es einen Christbaum gibt oder nicht. Daheim oder in Panama.

Bildnachweis:
Adam Jones (wikipedia.org)
Lizenz: CC BY-SA 2.0

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